Der Waschbär

Sie sagen: Der Waschbär wird hier nicht gerne gesehen.

Er gehört hier nicht hin und man muß das verstehen.

Er hat von Natur keine Feinde;

das macht ihn für uns nicht zum Freunde.

Er bleibt auch nicht gerne alleine

und plündert uns Gärten und Heime.

Der Schaden ist groß

und man wird ihn kaum los.

Da kamst Du bei Nacht

und auch ich hab´ gewacht.

Du wolltest Dir Futter nur holen.

Du warst ja so scheu

und Du schautest so treu;

Du hast mich gewiss nicht bestohlen.

Du kamst in der Nacht

und der Mond hat gelacht.

Er leuchtete nur für uns beide.

Und die Zeit, sie war für uns Freude.

Ich schaute Dir zu und Du schautest zurück

und so waren wir da und wir teilten viel Glück.

Und wir waren nicht so alleine.

Nun kommst Du bei Nacht,

auch wenn der Mond ´mal nicht lacht.

Du kommst, um Dir Futter zu holen.

Du hast mich beschenkt, nicht bestohlen.

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Bild und Text, Gedanken, Gedichte, Persönliches, Tiere abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Der Waschbär

  1. refoexac schreibt:

    Wunderschöne Geschichte ! Waschbär und Mensch können Freunde sein 😀 Da treffen sich zwei und nach einem Augenkontakt ist alles klar, so läufts.

    Gruss Joe

    Gefällt mir

    • waehlefreude schreibt:

      Das Foto ist direkt vor meiner Terrassentür gemacht worden, als Monsieur einmal früher kam; doch er hat sich dauernd umgedreht, ob nicht irgendwelche böse Menschen… Nachts haben wir mit kaum einem Meter Abstand zueinander gesessen; er mit seinen Haferflocken, ich mit Cappuccino und Zigarette.

      Und genau an Nikolaus kam er dann in Begleitung, nachdem ich ihn länger nicht gesehen hatte.

      Und da habe ich dann nach und nach das Füttern eingestellt: Ich möchte nicht, daß ihnen etwas geschieht.

      https://frankgueld.wordpress.com/2015/12/08/von-drauss/

      Liebe Grüße,
      Frank

      Gefällt 2 Personen

      • refoexac schreibt:

        Er hatte vielleicht Stress im Naturreich und hat sich vielleicht sein Weibchen auch erst in dieser Zeit, wo er nicht da war, gesucht. Verstehe schon warum du schliesslich das füttern eingestellt hast. Waschbär ist Waschbär und Mensch ist Mensch. Er ist froh ein freies Leben zu führen, aber ab und zu ein Besuch bei dir, wird in einem Waschbärenleben sich noch drin liegen, denke ich. Mit Nachwuchs vielleicht ? Who knows …

        LG
        Joe

        Gefällt 1 Person

      • waehlefreude schreibt:

        Du kennst die Leute hier in Marsberg nicht. Waschbären werden nicht nur gefangen und woanders ausgesetzt…

        Ich hatte gute Gründe, das Füttern einzustellen.

        Liebe Grüße,
        Frank

        Gefällt 1 Person

      • refoexac schreibt:

        Das klingt nicht gut für die Waschbären. Ja, dann ist es besser so. 😦

        MFG
        Joe

        Gefällt 1 Person

  2. Flowermaid schreibt:

    … sie vermehren sich leider ähnlich wie Katzen wenn man es nicht kontrolliert… aber diese mini Bären sind einfach so schlau… ser schöner Text Frank, Danke für den Link!

    Gefällt 1 Person

    • waehlefreude schreibt:

      Den Link habe ich gern gesetzt, liebe Rita.

      Und Waschbären haben hier keine natürlichen Feinde; sie sind enorm flink, können klettern, sind noch schlauer als Füchse und eben Raubtiere.

      Insofern kann ich die Marsberger verstehen; nur die Grausamkeit nicht, wie sie die Tiere zum Teil jagen, obwohl das ja auch verboten ist.

      Und Waschbären sind eigenbrötlerisch.

      Zur Paarungszeit suchen sie Gefährten und sie verbinden sich auch zu Zweckgemeinschaften.

      Als mein Waschbär mich in Begleitung besuchte, war das schon sehr ungewöhnlich und das Weibchen blieb auch scheu.

      Und daß er mir regelrecht Gesellschaft leistete, als er noch allein war; sich Nahrung und Wasser hinstellen ließ, aufschaute, wenn ich mit ihm sprach, war auch ganz besonders. Näher, als einen halben Meter durfte ich nur beim Futter geben kommen, sonst wich er zurück.

      Tja…

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s