Ichgeflatter

So seltsam ist das Selbstgefühl.
So oft so anders neu.
Dann wieder ach, so wohlvertraut,
mal leise, still; dann wieder laut.
Doch immer spricht ein „Ich“ in mir.
„Auch das bist Du,“ raunt es mir zu.
Und bildgeformt ist jedes Sein
und Seinsgedanke jedes „Ich“.
Mal feiertäglich präsentiert,
dann wieder ganz dem Alltag treu.
Mal liegt darin viel Zärtlichkeit;
mal hadert es und sucht nur Streit.
Mal ist es ganz in sich gekehrt;
mal denkt es, daß es gar nichts wert.
Mal schäumt es über voller Mut;
mal ist es böse und mal gut.
Mal will es gar der Welt entfliehn;
mal will es gar nicht weiterziehn.
Mal wiegt es sich in Phantasie;
dann wieder sachlich wie sonst nie.
Mal ist es ganz verwirrt und zag;
dann sagt es, daß es gar nichts mag.
Und selbstvergessen ist es auch;
voll Glück der Welt entwischt.
Und wenn es Deine Liebe spürt
und Herz mit Herzen sich berührt;
dann ist es endlich heimgekehrt.
Dann ist ein Ewigkeitsgefühl,
das einfach ist und nichts mehr will.

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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