Man sägt nicht den Ast ab, auf dem man sitzt

Nachdem ich im vorigen Post so meine Gedanken zu „Salz der Erde“ losgeworden bin, kam mir noch eine Episode aus meiner beruflichen Vergangenheit in den Sinn:

Ich hatte einmal in einem Wohnheim für behinderte Menschen gearbeitet.

Und einer der Bewohner war… Er tyrannisierte alles und jeden bis… eines Tages ein Zivildienstleistender dort anfing zu arbeiten. Der Bewohner war mit einem Schlag wie ausgewechselt- lammfromm…

Da ich mir das „Wunder“ nicht erklären konnte, bat ich den Zivildienstleistenden um „Erleuchtung“.

Und der gab bereitwillig Auskunft: Dieser Bewohner war etwa im gleichen Alter, wie unser Zivi und im gleichen Ortsteil aufgewachsen. Schon damals war dieser Bewohner ein… Kurz; man lauerte ihm auf, schleppte ihn zu einem Baum, an dem eine Leiter stand, drückte ihm eine Säge in die Hand und fragte ihn, ob er die Redewendung: „Man sägt nicht den Ast ab, auf dem man sitzt“ kenne.

Das wurde verneint und weil der Junge ja „behindert“ war, konnte man ihm die Bedeutung auch praktisch vermitteln… Und seit dieser Zeit…   😉

 

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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4 Antworten zu Man sägt nicht den Ast ab, auf dem man sitzt

  1. finbarsgift schreibt:

    Eine feine erzieherische Aktion 🙂

    Liebe Sommergrüße vom Lu

    Gefällt 1 Person

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