Risiko und Lebenslandschaften

 

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… Wie soll, wie möchte ich beginnen?… Ich schreibe einfach einmal:

… Als der eigentliche Tag für mich heute anfing…

 

Ich hatte zuvor wieder einmal eine „Irgendwienacht“ hinter mich gebracht, war sehr früh wach; bin vor die Tür bin wieder rein und so hin und her.

Ich habe den Frühhagelregen noch mitbekommen und dann…

Gegen sieben Uhr wurde ich dann durch den Gruß des Wohnungsnachbarn erschreckt, der mit seinem Golfballhelm gerüstet, pflichtbewußt zu seinem Motorroller marschierte, um zum Frühdienst zu fahren.

Ok, das reichte erst einmal, wäre ich ein Kater, hätte ich Gras gefressen und gekotzt.

Gestern hat dieser Nachbar wie wild an dem Efeu an der Garage rumgesäbelt, die da so pottenhäßlich gegenüber meiner Wohnung steht.

Er würde gern vieles absäbeln, dieser Nachbar.

Ich habe ihn gefragt, ob ein Garten mit „nur Verbundsteinpflaster“, denn so prickelnd sei.

„Sagst Du“, hat er gemeint und, daß wir darüber reden können. Er ist nicht unfreundlich und so auch ok, nur… meine Welt ist anders… 

Ok; er ist dann losgebrummt, wie Fliege Willi…

 

Und ich habe mich dann recht bald wieder hingelegt und geschlafen. Und so nach Zehn, war für mich dann richtig Morgen, siehe Foto…

 

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Dann habe ich überlegt, ob ich einkaufen sollte, mich dagegen entschieden und etwas rumgekramt und aufgeräumt.

Und zwischendurch gab es wieder ein Foto. Dieses Foto:

 

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Der kleine Rotschwanz hat aber auch sehr deutlich auf sich aufmerksam gemacht. Manchmal sind Tiere für mich bedeutsam, so auch diesmal; ich spüre das dann irgendwann, oder auch direkt.

Tiere, die uns in Träumen, oder eben auch im Wachzustand begegnen, können Botschaften vermitteln.

Weil ich in dieser Hinsicht schon recht seltsames erlebt habe, bin ich bereit, das zu glauben.

Und ich besitze ein Buch mit dem Titel: „Tierisch gut“,  das Deutungen anbietet. Und zu diesen Vögeln,  die mir neuerdings öfter aufgefallen sind, heißt es, daß es um Wurzeln und Verbindung Herkunftsfamilie geht, die man wiederfinden und akzeptieren sollte, damit der Lebensplan bewußt und angenommen wird….

Treffer!

Seit ich in Marsberg lebe, geht es immer wieder um Themen, wie Neuanfang, Selbstfindung und Lebensaufgabe, auf die ich durch Begegnungen mit Tieren hingewiesen werde.

Ich bin ursprünglich recht abrupt nach Marsberg gezogen und…

ja; es gab schon eine Erklärung; doch die war…

Ich hatte keine wirklichen Pläne mehr, als ich hier ankam.

Ok: „Lebensabend“…

Weshalb planen und wünschen, wenn…?

Und dann begegnete ich so einigem und… dem Waschbär…

 

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Der gilt als das Tier, welches besonders dann auch auftaucht, wenn man nichts mehr hofft und glaubt.

Und wie er eines Nachts kam, so gar nicht scheu und mir Gesellschaft leistete…

Und noch so oft in den Folgemonaten…

Kein Mensch hätte mir so beistehen können….

Risiko und Lebenslandschaften habe ich als Überschrift zu diesem Post gewählt.

Als Kind und auch als Erwachsener habe ich gerne das Spiel „Risiko“ gespielt und bin auch real oft Risiken eingegangen.

Und die Realität zeigt, daß man sich beim Eingehen von Risiken auch…

Ich habe mir oft, sehr oft, die Finger verbrannt…

Und irgendwann kann es passieren, daß da überall…

Und wer verbrennt sich schon gerne die Finger?….

Tja, aufgegeben habe ich und das immer mehr.

Plattgeklopft fühle ich mich heute ganz oft…

Und wenn dann Ratschläge, oder gar Ideen kommen…

Und so habe ich dann das gemacht, was ich als Kind schon gerne gemacht habe: Landschaften gestaltet.

Als Kind waren es Landschaften mit Ritterburgen und jetzt ist es eben mein Steingarten.

Und Lebenslandschaften? Ich bin Träumer und sehe viel.

Die Landschaften in den Wolken; Landschaften auf simplen Fliesen; kleine Landschaften in der Natur und vieles mehr. Und irgendwie habe ich wohl angefangen, hier in diesem Marsberg auch anders „Land zu gewinnen“.

Ich habe eine wesentlich ältere Schwester und die hatte Bücher, mit denen ich aufgewachsen bin. Sie hat diese Bücher mir nicht überlassen wollen.

Und nun habe ich alle antiquarisch nachgekauft und besitze sie selbst. Und auch sonst bewegt sich einiges.

Doch es ist so viel und so chaotisch und ich verstehe es nicht.

Sogar der Steingarten macht, was er will, wobei mir das recht gut gefällt, was er so anstellt.

Zwei Mal hatte ich jetzt Hauhechel ausgegraben, weil ich eine Pflanze verworfen hatte und…

 

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Es sprießt auch da, wo ich den verworfenen Hauhechel vergraben habe; man erkennt kleine rosa Schmetterlingsblüten unter dem Veilchen…

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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8 Antworten zu Risiko und Lebenslandschaften

  1. jackyswelt schreibt:

    Wow, was ein langer Beitrag, das liest man selten von dir Frank, aber gerne 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Mirjam M. schreibt:

    Man kann im Leben selber wählen, aber, erstmal hat man Wurzeln die einen geprägt haben.
    Und dann, ist da ja auch noch die Routine. Man nimmt am Leben teil, aber, man lebt es nicht. Da ist das Abkratzen von Altlasten manchmal ganz schön reinigend! (:

    Denn siehe, das Leben hat doch immer, noch was Schönes zu bieten.. (;

    Gefällt 1 Person

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