Was ich einmal gedichtet habe…

Es ist nicht mehr ganz so und doch irgendwie ähnlich gerade…

Wasser des Lebens

Das Wasser des Lebens
Als der Spiegel der Erziehung zerbrach,
fand ein Splitter mein Herz
und es wurde zu Eis.
– Meine Seele schrie auf und verstummte. –
„Nie wieder Berührung!“
Und in Schmerz und Kälte
wurde das Zittern mein Herzschlag. –
Die Sonne, die mich traf, fand nur die Oberfläche
und wurde zurückgespiegelt.
„Nie wieder Berührung!“
Und das Eis glitzerte.
– Und Menschen gingen vorüber.
Geordnet im Spiegel meines Seins.
Sie kamen und gingen wieder.
Und mein Herz träumte Tränen.
Und die Tränen wurden nicht geweint.
– Als du kamst, blicktest du durch den Spiegel.
Du sahst die Tränen.
Dein Herz klopfte an meine Tür.
– Und aus Tränen wurden Sterne! –
Und die Nacht wurde zum Sternenhimmel.
– „Nie wieder Berührung!“ –
Flüsterte die Seele und erschrak.
Und das Eis taute.
Ich zitterte und suchte meinen Herzschlag.
Sachte schobst du die Ängste zur Seite und sagtest:
„Komm!“
Deine Seele rührte an mein Herz:
„Sei wieder da!“
Und Ströme von Glück bilden nun
das Wasser des Lebens.

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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16 Antworten zu Was ich einmal gedichtet habe…

  1. Ariana schreibt:

    .. das berührt tief lieber Frank….

    Gefällt 3 Personen

  2. Luckyfree schreibt:

    Frank, dass ist so gefühlvoll, ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Es ist berührend.
    Es ist Herz, es ist Seele, Kummer, Leid und die Hoffnung auf Glück. Ich weiß Du magst nicht die Smileys. Ich drück Dich!
    Ich drück Dich nochmal. LG Maren

    Gefällt 3 Personen

  3. finbarsgift schreibt:

    Beeindruckend und berührend…
    Dein Selbstpoem, lieber Frank!
    Eines der mono no aware Art,
    Sehr gelungen 🙂
    Liebe Morgengrüße vom Lu

    Gefällt 1 Person

  4. wirbelwind schreibt:

    Es gibt Augenblicke, in denen alle verborgenen Edelsteine des Ichs offen liegen.
    Und immer wieder rätselst an dir und dem Leben:
    immer wieder solltest du bereit sein
    wie Phoenix aus der Asche auszusteigen
    den Staub von den Flügeln streifen,
    aus allen Wolken zu fallen um wieder um wieder Mut zu fassen.

    Gefällt 2 Personen

  5. muschelfinderin schreibt:

    Huuhhh …. Gänsehautmomente beim Lesen deines Gedichtes.
    Großartig, wenn wir uns in Anderen erkennen und stückchenweise wieder auftauen.

    Gefällt 2 Personen

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