Selbsterfahrung

Gerade eben habe ich in einem Post gelesen, daß das Wort Leben, rückwärts gelesen Nebel ergibt.

Tja; Leben und Nebel…

Es ist mir  von Kleinauf schwergefallen, mein Leben so zu akzeptieren, wie es ist.

Der damalige Glaube an Gott, hat mir als kleines Kind schon wenig gebracht.

Und wenn etwas nicht in meinem Sinne lief, wurde aus dem „lieben Gott“ ganz schnell ein „Saugott“.

Irgendwie war meine Grundhaltung immer, daß ich eine Entschädigung dafür verdient hätte, daß ich überhaupt hier in diesem Leben war und zwar zeitnah, nicht in irgendeinem Himmel, der ja dann auch nur ein „Leben da wäre“.

Und so kam dann ganz früh schon die Frage:

„Was ist der Mensch und wozu soll es gut sein, daß es Menschen überhaupt gibt?“

Ganz schön egoistisch von einem Gott, daß er „nur für sich“,  Menschen geschaffen hat und daß man aus der Nummer nicht rauskommt, wenn es das sein sollte.

Tja. „Leben als Zumutung“…

Und dann habe ich gesucht, gesucht, nach allem, was mir das Leben sinnvoller und akzeptabler machen könnte.

Was dieses Denken und Fühlen ausgelöst hat? Ich war ja „Ersatzkind“ in meinem Verständnis; Ersatz für einen Bruder, der sehr früh verstorben war und den meine Mutter in der Phantasie, was der denn alles geworden wäre, wenn er weitergelebt hätte, regelrecht in den Himmel hob.

Tja; und davon mich lösen? … Und so habe ich dann gelebt, einerseits, um meiner Mutter den Erstgeborenen zu ersetzen und andererseits dafür, mich für mein „Ersatzdasein“ zu entschädigen…

Tja und nach „der Erlösung gesucht, wie man den Phantombruder los wird und ganz man selbst sein kann.“…  Ob so etwas überhaupt gelingen kann?

Natürlich findet der Verstand ganz viele Lösungen; nur das Gefühl glaubt ihm dummerweise nicht.

Und wenn man mit so etwas lebt, probiert man irgendwann; alles Mögliche probiert man. 

Doch zu dem Eingangssatz Leben-Nebel:

Im Mecklenburgischen gibt es das Flüsschen Nebel und genau da war ich in einer Schwitzhütte….  😉

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Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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10 Antworten zu Selbsterfahrung

  1. mach Dir doch keine Gedanken um Gott, und die Vergangenheit kannst du sowieso nicht ändern, ob geliebt oder ungeliebt von der Mutter. ich lebe nach dem Motto
    vergangenheit ist vorbei, kommt nicht mehr,
    gegenwart ist heute, ich lebe nur im jetzt.
    was morgen ist weiss niemand
    kann man schon tot sein.
    für mich ist das alles sowieso ein buch mit sieben siegeln was ich nie intensiv gelesen habe und auch nicht lesen werde, das Buch gottes meine ich, ist auch nur von menschen geschrieben.
    ich denke nach meinem Tod ist es so wie vor meiner Geburt, Still.
    und das ist gut so

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  2. Reiner schreibt:

    Was bleibt, ist ein Gefühl, dem kein „Gedanke“ beikommen kann.
    Bekannt, anders, aber doch ähnlich.

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  3. refoexac schreibt:

    Könnte ich alles unterschreiben, anderes Leben aber die gleichen Gedanken.
    Und bis jetzt kann ich sagen, ich weiss, dass ich immer noch nichts weiss, aber das weiss ich wenigstens. Da hat man soviel Dinge erlebt und am Schluss ist trotzdem ein umso grösseres Rätsel daraus geworden, keine Ahnung was das alles soll, oder wo es hinführt.
    Keine Schlussaussage, weil schon morgen ist eh alles von heute wieder obsolet und hat keine Bedeutung mehr.

    Child in time …

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