Ein dunkler Ozean

 

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Wie soll ich diesen dunklen Ort benennen,

der immer wieder unerwartet meine Seele schluckt?

Ist es ein Ozean, der voller Schlangen und voll Wellen,

der mich verschlingt und meinen Körper

und ein schweres Leben, so achtlos

in die Alltagswelt hinspuckt?

Ein Teil von mir treibt zeitlos

und verloren in diesem Dunkelraum;

doch schmerzhaft schlagen diese Wogen;

es beißen Schlangen, giftig, sich in den Seelen- meinen Herzensraum.

Der Körper, so befremdlich; er spürt den Schmerz und fühlt das Gift der Bisse

und fremd, wie eine Totenmaske, so scheint mir das Gesicht.

Und in dem Ozean, so gänzlich ohne jeden Laut,

ganz ohne Stimme, treibt meine Seele; sie ist nur da;

sie sucht -, sie hofft nicht, sehnt sich nicht nach Licht.

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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12 Antworten zu Ein dunkler Ozean

    • waehlefreude schreibt:

      Hallo und guten Morgen.

      Über Jahre hinweg hatte ich solche Schübe.

      Die Keramik auf dem Foto habe ich damals, während der Ausbildung zum Ergotherapeuten getöpfert.

      Seit gut zwei Jahren kann ich mit Aurum metallicum
      (Homöopathisches Mittel) gegensteuern; dann bin ich eine Phase lang leicht deprimiert, doch so, wie ich denke, daß es die meisten kennen.

      Liebe Grüße,
      Frank

      Gefällt 3 Personen

  1. Ja, das kenn ich. Man kann versuchen sich darauf zu konzentrieren, dass der Zustand nur temporär ist, das hilft auch, finde ich.

    Gefällt 2 Personen

  2. Svea Kerling schreibt:

    Es ist nicht die Dunkelheit, nicht die Finsternis, die mich ängstigt. Nein, ich liebe die Nacht mit all ihren Gestalten, die sie hervorbringt. Die Dunkelheit verspricht mir nichts, was sie nicht halten kann. Ich knie ehrfürchtig vor ihr. Es ist der Tag, der mir Angst macht. Der Tag, der Schönes verspricht. Der Tag, der Hoffnung vorgaukelt. Es ist das Leben, dessen selbstgekröntem Haupt gehuldigt wird.

    Gefällt 2 Personen

    • waehlefreude schreibt:

      Hallo Svea.

      Bei der Form von Depression, wie ich sie erlebt hatte, war nichts mit Liebe.

      Hoffnung, Erwartung und Angst sind für mich meist schlechte Begleiter; egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. Das Unmittelbare fehlt dann.

      Liebe Grüße,
      Frank

      Gefällt 3 Personen

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