Eigentlich ist es ja oft sehr viel mehr,…

als gerade genug, wie ich mein Leben erlebe, und trotzdem…

Ich ziehe online, mitunter häufiger, die sogenannten „Creator Cards“

( http://www.youaregodalso.com/creator-cards/?lang=de )

und da kommt recht oft:

“ Was würdest du wählen, wenn du MEHR haben könntest als gerade genug?

Gibst du dich mit gerade genug Liebe in deinem Leben zufrieden? Mit gerade genug Geld, um dich über Wasser zu halten? Mit gerade genug Glücksgefühl, um es durch den Tag zu schaffen? Mit gerade genug Leben, um dich vor dem Tod zu bewahren? Warum? Was wäre, wenn du unbegrenzte Erfahrung von Leben wählst, anstatt gerade zu überleben? “

Immer, wenn ich diese Aussage ziehe, rumort es bei mir …

Selbst, wenn ich diese angebotene „Wahl“ rein rhetorisch nehme…. 

Dieses „MEHR“…

Wäre ein „mehr“ überhaupt das, was ich haben möchte?

Wie bekomme ich mein „Stroh“ im Kopf zu „Gold“ gesponnen?

Und wenn ja; wie war das mit König Midas?…

Ich lebe ja ganz gut und ohne große Probleme, auch dann noch, wenn ich an Selbstmord denke, weil da dieser Überdruss…

Gut, eine Partnerin fehlt; doch selbst, wenn da die beste Frau für mich, in mein Leben käme, wie viel glücklicher wäre ich denn dann?…

Mehr „klarer Kopf“? – Das wünsche ich öfter, nur dann…

Zu viel Veränderung von Gewöhnheiten würde es bedeuten; mehr Disziplin und sonst so einiges…

„Mehr Geld“?  – Ob ich damit so viel zufriedener wäre? Es kämen neue, andere Probleme.

„Mehr Gesundheit?“ –  Auch das hätte eine andere Lebensführung zum Inhalt.

Und dann?  – Irgendwann „gesund sterben?“ … Brauche ich das? …

Dieses: „unbegrenzte Erfahrung von Leben“…

Geht so etwas überhaupt?

Unsere Wahrnehmung kommt nicht ohne Grenzen, ohne Bilder, die begrenzt sind, zurecht…

Probiert und gelesen habe ich so einiges, um mehr „Kick“, mehr „Extase“, mehr „Leben“ in mein Leben zu bekommen… Und doch…

Und nach Menschen gesucht, die mich weiter bringen könnten, habe ich auch reichlich. Das Ergebnis war bisher nicht so…

Doch zum: Wie bringe ich mehr… in mein Leben:

Da waren zum Beispiel die Bücher von Carlos Castaneda…

Fasziniert hat mich das alles schon, was es da zu lesen gab; doch wenn man auf so einer bequemen „Zivilisationscouch“ sitzt; da kommt kein „Don Juan“…

Und wenn sich, trotz vieler Übung, nicht arg viel tut?…

Und wenn das Ergebnis so ausfällt, wie im Schluss der Romanreihe von Castaneda?…

Kein „Happy End“?  Was dann? Hat es sich dann gelohnt? …

Tja.

„Mehr, als gerade zu überleben“… Wie überzeugt man Gefühle? …

Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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31 Antworten zu Eigentlich ist es ja oft sehr viel mehr,…

  1. Danke für den Hinweis auf die Karten.

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  2. Reiner schreibt:

    Seele aufgeräumt
    Mit Licht und Schatten Freundschaft geschlossen
    Wenigstens Akzeptanz
    Finanzen geordnet
    Freunde mit Bedacht gewählt
    Funktionierende Selbst-Organisation
    Meistens

    Tun was ich kann
    für meine Gesundheit
    Körper – Geist – Seele
    Das Ergebnis akzeptieren
    auch, wenn es mir nicht gefällt

    Das meine tun
    den Rest Gott überlassen
    ohne Anspruch auf Perfektion

    Lieben Gruß & einen guten Tag Dir, Frank 🙂

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  3. kowkla123 schreibt:

    eine schöne gute Woche wünsche ich dir

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  4. Art of Arkis schreibt:

    es gibt kein wirkliches Mehr oder Weniger, das Denken solcherlei halte ich für Symptome eines industriellen und konsumsüchtigen Optimierungswahnes. Genug, ist mehr als zu viel. 😉 Lieben Gruß.

    Gefällt 2 Personen

  5. waehlefreude schreibt:

    Lieber Arkis, da hast Du Recht.

    Seltsam ist für mich immer wieder, wie man sich doch von so vielem einfangen läßt und reagiert; auch wider besseres Wissen.

    Ich erinnere mich gerade an ein Gespräch mit einem Alkoholiker, der mir sein Delir schilderte:

    Er habe einfach dagesessen und dann hätte er etwas in einem seiner Clogs gespürt.
    Er hat den Clog ausgezogen und dann seien unglaublich viele Spinnen da herausgekommen und wären seinen Arm hochgelaufen.
    Er hätte genau gewußt, daß das nicht möglich sei und habe trotzdem reagiert und versucht sie wegzuwischen; es sei so echt gewesen….

    Liebe Grüße,
    Frank

    Gefällt 1 Person

  6. Art of Arkis schreibt:

    Lieber Frank, mir ist fasst nix fremd, was Drogen und Süchte anbelangt, nicht (nur) aus eigenem Konsum, sondern aus dem persönlichem Umfeld. Mal so gesagt, die Anzahl jener Freunde und Bekannten, die nicht mehr am Leben sind oder sehr sehr krank, ist wesentlich höher als jene, die noch da sind. Ich selbst bemerkte an mir selber, dass ich in mir schon als Kind so einen inneren Beobachter habe, (du verstehst bestimmt, was ich sagen möchte) und es fiel mir nie schwer zu bemerken, wie und was in bestimmten betroffenen Menschen vor sich geht. Heute kann ich sagen, es sind drei Eigenschaften, die mir im wahrsten Sinne des Wortes, wesentlich sind. Ich erinnere mich, das du einmal geschrieben hast, dass du es nicht so mit Abkürzungen hast, diese drei Eigenschaften nenne ich „MAM“ (vorwärts oder rückwärts) egal, man nennt das, glaube ich, Anagramm, doch nun zur Auflösung: MAM steht nicht für Mutter, wobei ich das gut finde, sondern für: Meditation, Achtsamkeit, und Mitgefühl, und das beginnt bei einem selbst … mehr muss ich nicht dazu sagen … oder ?

    Gefällt 2 Personen

  7. paulafrauchen schreibt:

    Ist schon seltsam das man sich immer wieder mal dabei erwischt zu denken das was fehlt, da bin ich auch nicht frei von, bei mir ist der Gedanke aber immer nur kurzzeitig weil ich es schaffe mich selbst zur Ordnung zu rufen und dann klar weiß das es mir an nichts fehlt.
    Bei Leuten die immer dem neusten Modetrend oder größeren Autos hinterher laufen fällt mir immer wieder auf das sie das nicht für sich selbst sondern für andere machen, mehr scheinen als sein denke ich.
    Was ich mir für mich selbst wünschen würde wäre eine richtige Aufgabe die mich erfüllt 😉 habe ich noch nicht gefunden aber ich denke das ich dann rundherum zufrieden wäre 😉

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    • waehlefreude schreibt:

      Hallo.

      Durch mein Rentnerdasein werde ich ganz schön auf mich selbst geworfen und muß genau hinschauen, was ich denn nun wirklich will.

      Große Wünsche, was ich denn noch gerne haben möchte, gibt es bei mir weniger; doch was ich denn noch leben und erleben möchte, da gibt es schon einiges.

      Und immer wieder kommt auch da die Frage auf:

      Für wen? Und auch die Frage, ob ich zu alt für das eine oder andere bin.

      Das hatte ich vor vielen Jahren schon einmal, als ich wieder Karate machen wollte.

      Es gab einige Termine und dann meinte der Trainer, daß ich ganz viel einfach nicht mehr schaffen könnte, weil ich dauerhaft hätte dabeibleiben müssen und nun die Gelenkigkeit und Beweglichkeit fehlen würde…

      Tja…

      Das hat mich damals ziemlich hart getroffen…

      Es gibt einiges, das man versäumt, das sich nicht nachholen lässt…

      Danke, für Deinen Kommentar; er hilft mir sehr.

      Liebe Grüße,
      Frank

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      • paulafrauchen schreibt:

        Ohja gerade für einen Sport wie Karate muss man natürlich beweglich und gelenkig sein, habe ich vor über 35 Jahren auch mal ein paar Jahre gemacht 😉 hat aber nur bis violett gereicht.
        Mit zunehmendem Alter müssen wir alle Abstriche machen was z.B. Sport angeht, hast Du Dich denn z.B. schon mal am Nordic Walking versucht?
        Zu alt oder nicht das kann man denke ich nur selbst entscheiden, ich habe eine 80 jährige Walk Kollegin die immer noch große Reisen unternimmt z.B. letztes Jahr Sankt Petersburg, das finde ich schon enorm, ich wünsche Dir einen schönen Abend, liebe Grüße aus Kiel Regina

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      • waehlefreude schreibt:

        Schmunzel.

        Ich bin eigentlich gar nicht so der Sportmensch.

        Genau deshalb habe ich meine Wohnung am Ortsrand von Marsberg gewählt.

        Ein Auto habe ich nicht; alles wird zu Fuß erledigt.

        Für einen Einkauf bin ich mit Rucksack etwa eine gute Stunde beschäftigt.

        Es ist recht bergig hier; Hochsauerland.

        Ich bin auch so viel in der Natur.

        Steine und Erde, sowie einige Pflanzen für meine Steingartenterrasse habe ich auch zu Fuß herangeschafft.

        Nordic Walking wäre überhaupt nichts für mich.

        Ich mag alles ausgewogen und gemütlich.

        Liebe Grüße,
        Frank

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      • paulafrauchen schreibt:

        Also an Bewegung mangelt es Dir mit Sicherheit nicht, Super!
        Ob wir nicht auf ein Auto verzichten können haben wir auch schon mal überlegt, ab dem Frühjahr bis in den Herbst erledigen wir auch fast alles mit dem Rad, ein Problem wäre natürlich das Katzenstreu für unsere Paula denn das würde ich, vom Gewicht her, weder einem Rad noch meinem Rücken zumuten wollen, liebe Grüße Regina

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      • waehlefreude schreibt:

        Hallo, Regina.

        Meine Bewegung ist nicht super, aber bleifrei, hoffe ich. 😉

        Mit Fahrrädern kann ich übrigens auch nur wenig anfangen.

        Doch wenn es hart kommt, gibt es ja eine Sackkarre mit Zurrgurten.

        Und wenn das nicht hilft; meine Nachbarn würden mich auch im Auto zum Einkaufen mitnehmen.

        Und ich helfe umgekehrt ja auch.
        Wir sind nicht nur „Herausforderung“ füreinander. 😉

        Liebe Grüße,
        Frank

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  8. refoexac schreibt:

    Wenn ich so darüber nachdenke … Könnte ich auch nicht sagen, was jetzt wirklich meine Situation verbessern würde.
    Klar, viel Geld, sehr viel Geld würde einiges einfacher machen. Zumindest mich macht Geldvorrat gelassener.
    Wobei das nicht der springende Punkt ist, weil auch mit genug Geld, ist das was mich runterzieht meist die lähmende Ungewissheit über die Zukunft, die mir Angst macht, man hat keine wirkliche Kontrolle über das Leben. Keinen Einfluss auf all die Dinge, die ausserhalb des eigenen Wirkungsbereichs ablaufen. Nur schon jeden Tag zum Briefkasten zu gehen ist eine Tortur. An sowas kann ich mich gar nicht gewöhnen. Und wenn da wieder was neues drin ist, nicht zum aushalten.

    Rasenmäher und Briefkästen, warum bloss ??? 😂😂

    Gefällt 1 Person

    • waehlefreude schreibt:

      Immerhin gehst Du zum Briefkasten.

      Das hab´ ich auch immer hingekriegt.

      Schlimm war für mich immer der erste Weg zu einem neuen Jobcenter, wenn wieder einmal eine befristete Arbeit zuende ging und ich nichts neues hatte.

      In einem Jobcenter in Berlin Nord, da hatte ich einmal ein Erlebnis, das saß.

      – Und seitdem: Panikattacken mit Schweißausbrüchen und Zittern, bei jedem neuen Jobcenter.

      Und da stand ich dann immer und stammelte.

      Und ich bin Sozialarbeiter gewesen, hab´ ein Diplom als Ergotherapeut, eine Ausbildung als Bewerbungscoach und privater Arbeitsvermittler…

      Du kannst Dir vorstellen, was das heißt, wenn Du durch ein Arschloch dann so etwas „vermittelt“ bekommst… In genau dem Jobcenter in Berlin hat auch einmal ein „Kunde“ den Schreibtisch des Sachbearbeiters mit einer Axt zerlegt…

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      • refoexac schreibt:

        Diese ganzen Traumas ! Ich versuche mir dann einzureden das wäre nun mal mein Karma, weil ich früher oder vorher in im letzten Leben so ein böser Mensch war und nun alles zurückkommt. Greift nicht immer, diese Erklärung, so Arg, wie solche Scheisse auf Menschen wirkt und was es alles mit einem anstellt, da ist schon übelst übelst *würg* und *kotz*.
        Vorallem weil man automatisch in die Rolle des „Rechtfertigers“ gedrückt wird und egal was man sagen möchte, muss man immer so reagieren als ob man rohe Eier in der Hand hat, Kreide fressen, sanft sein wie Babypuder und jeden Satz zig-mal wiederholen bis er auf der anderen Seite ankommt.
        Wenn es dann geschafft hat, endlich Vertrauen aufzubauen, wird der „Vorgesetzte“ ausgetauscht und alles beginnt von vorne.

        Das hat irgendwie System und Merkel, wie es sie sich schon seit so vielen Jahren gewöhnt ist, einzige Taktik: den toten Fisch hin und her schieben, bloss nix dran ändern, hilflos irgendwie. Wie man selbst gegenüber den „Notwendigkeiten“.

        Dann 8 Menschen die die Hälfte von allem Geld auf der Erde besitzen und immer mehr. Auf der einen Seite sagt man, das wir uns von Tieren unterscheiden und setzt alles daran im gesellschaftlichen Leben jede animalische Seite zu verbieten, aber jene Spitzenprädatoren lässt man ungehindert die ganze Welt aussaugen. Doppelmoral in seiner offensichtlichsten Ausprägung. Unten rum predigt man Sozialismus und oben rum Kapitalismus, müsste eigentlich umgekehrt sein.

        Ja, ich habe Verständnis für jeden der da nicht mehr kann.

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      • waehlefreude schreibt:

        Früher wurden die Leute gegeißelt; heute gehen sie durch den psychopathischen Steaker…

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      • refoexac schreibt:

        Wenn die kritische Masse an selbst produzierten psychischen Wracks erreicht ist, sinkt auch das Mutterschiff 😂

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      • waehlefreude schreibt:

        Oh, ja. da ist etwas dran. Beim Militär dürfen Brücken ja auch nicht marschierend überquert werden. 😉

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