Edgar Allan Poe and Donald Trump: From `The Philosophy of Furniture´

Mein Englischverständnis ist zwar noch sehr auffrischungswürdig, doch man kann ja auch zwischen den Zeilen lesen…

Frank T. Zumbachs Mysterious World

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In the internal decoration, if not in the external architecture, of their residences, (…) the Yankees alone are preposterous.

How this happens it is not difficult to see. We have no aristocracy of blood, and having, therefore, as a natural and, indeed as an inevitable thing, fashioned for ourselves an aristocracy of dollars, the display of wealth has here to take the place, and perform the office, of the heraldic display in monarchical countries. By a transition readily understood, and which might have been easily foreseen, we have been brought to merge in simple show our notions of taste itself. To speak less abstractedly. In England, for example, no mere parade of costly appurtenances would be so likely as with us to create an impression of the beautiful in respect to the appurtenances themselves, or of taste as respects the proprietor — this for the reason, first, that wealth is…

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Über waehlefreude

..."Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten."... Rabindranath Tagore ... Vielleicht ist ja alles Garten, wenn wir richtig hinschauen.
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6 Antworten zu Edgar Allan Poe and Donald Trump: From `The Philosophy of Furniture´

  1. Art of Arkis schreibt:

    Ja, man könnte den Eindruck gewinnen, da ist alles Flachland, aber nennt sich, wie selbstentlarvend, doch Realityshow, oberflächlich und ohne Tiefe, zumindest nicht dort, woanders, verbannt in den ehemaligen Reservaten nämlich. Armes, reiches Amerika! Lieben Gruß.

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  2. Oder man kann auch einfach nur Atemnot und Übelkeit verspüren angesichts dieses Über-über-über, mit dem auf abartige Weise scheinbar in diesen Kreisen verzweifelt versucht werden muss, sich selbst zu überhöhen und endlich „dazu zu gehören“. Eigentlich traurig.

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  3. frankzumbach schreibt:

    Hier die deutsche Übersetzung des Textes:
    „In der Inneneinrichtung, wo nicht in der äußeren Architektur, ihrer Wohnstätten (…) sind allein die Yankees geschmacklos.
    Wie es dazu kommt, ist nicht schwer einzusehen. Wir haben keine Aristokratie des Bluts, und da wir uns deshalb als etwas Zwangsläufiges und Unvermeidliches eine Aristokratie des Dollars zurechtgemacht haben, muß die die Schaustellung von Wohlstand für den heraldischen Aufwand in monarchischen Ländern eintreten. Ein leicht verständlicher und ebenso leicht vorhersehbarer Übergang hat unsere Geschmacksvorstellungen dazu gebracht, in nichts als Show aufzugehen.
    Sagen wir es weniger abstrakt. In England beispielsweise könnte kein bloßes Prunken mit kostspieliger Ausstattung so leicht wie bei uns den Eindruck hervorrufen, diese Ausstattung sei bereits schön – oder ihr Besitzer habe schon Geschmack -: und zwar aus dem Grund, daß in England Reichtum nicht das erhabenste, Adel begründende Ziel ist; und zweitens, daß dort der wahre Adel des Bluts, indem er sich an die strengen Grenzen des rechtmäßigen Geschmacks hält, die bloße Kostspieligkeit, in der sich eine Konkurrenz der Parvenues jederzeit ergehen kann, eher vermeidet als schätzt.
    Das Volk ahmt nun einmal den Adel nach, und die Folge ist eine gründliche Verzettelung des angemessenen Empfindens. In Amerika jedoch, wo klingende Münze der einzige Wappenschild der Aristokratie ist, kann, generell gesagt, ihr Vorweisen als alleiniges Mittel aristokratischer Distinktion gelten; und das Volk, das seine Vorbilder stets oben sucght, wird unmerklich dazu geführt, die beiden völlig geschiedenen Vorstellungen von Pracht und Schönheit zu verwechseln. Kurzum, der Preis eines Möbelstücks ist bei uns im Lauf der Zeit zum nahezu einzigen Maßstab seines Wertes in dekorativer Hinsicht geworden – und dieser Maßstab hat, einmal gesetzt, den Weg zu vielen analogen Irrtümern bereitet, die sich leicht auf die eine, anfängliche Torheit zurückführen lassen.
    (…) Glanz ist ein Hauptfehler in der Philosophie der amerikanischen Wohnungsausstattung – ein Fehler, dem sich leicht ansehen läßt, das er der eben beschriebenen Geschmacksverirrung entstammt. Wir sind heftig in Glas verschossen (…) Der Eifer, mit dem wir es, teils wegen seiner Brillanz, doch hauptsächlich wegen seiner Kostspieligkeit übernommen haben, gibt einen guten Kommentar zu dem Gedanken ab, mit dem wir begonnen haben (…) In Sachen des Glases gehen wir im großen Ganzen von falschen Grundsätzen aus. Sein vornehmlioches Merkmal ist das Glitzern – und wieviel Verabscheungswürdiges drücken wir nicht schon mit diesem einen Wort aus. Flackerndes, unruhiges Licht ist manchmal – für Kinder und Geistesschwache immer – angenehm; doch beim Ausschmücken eines Zimmers sollte man es sorgsam vermeiden (…) Die riesigen nichtssagenden Lüster mit Prismengläsern (…) und ohne Schirme, die in unseren modischsten Wohnzimmern herumhängen, lassen sich als Inbegriff all dessen anführen, das geschmacklich verfehlt oder in seiner Albernheit lächerlich ist.
    Die Sucht nach Glitzerndem – denn dessen Vorstellung hat sich, wie wir eben beobachteten, mit der von Pracht an sich vermengt – führte uns auch zur übertriebenen Verwendung von Spiegeln. Wir kleiden unsere Wohnung mit großen britischen Spiegeln aus und bilden uns dann ein, etwas Schönes vollbracht zu haben. Nun genügt aber der leiseste Gedanke, um einen, der überhaupt sehen kann, von der üblen Wirkung zahlreicher, vor allem großer Spiegel, zu überzeugen. Abgesehen von seiner Reflexion bietet der Spiegel eine gleichmäßige, flache, farblose, glatte Oberfläche dar – etwas, das stets und offensichtlich unerfreulich ist. Als wiederspiegelndes Ding betrachtet, vermag er eine monströse und abscheuliche Gleichförmigkeit hervorzubringen; und hier verschlimmert sich das Übel nicht nur in direkter Proportion zur Häufung seiner Quellen, sondern in einer stetig anwachsenden Progression. In der Tat ist ein Zimmer mit vier oder fünf willkürlich angebrachten Spiegeln nach allen Regeln künstlerischer Wirkung ein gänzlich formloser Raum. Kommt zu diesem Übel noch zusätzlich Glitzern über Glitzern hinzu, so haben wir einen perfekten Mischmasch von mißstimmigen und unerfreuliochen Effekten beisammen (…)
    Es ist ein Übel, das unseren republikanischen Institutionen entspringt, daß hierzulande ein Mann mit großer Börse gewöhnlich nur eine kleine Seele hat, die er darin aufbewahrt. Die Verderbnis des Geschmacks ist ein Teil oder ein Gegenstück der Jagd nach dem Dollar. Wir werden reich, und unsere Gedanken rostig.“
    Frank T. Zumbach

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